Kreisverband Bodenseekreis

 

+++ Pressebericht vom 17. März 1997 +++

ödp fordert Politik für Kinder und Familien

Politik für Kinder und Familien stand im Mittelpunkt einer Wahlveranstaltung der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) im Gasthaus "Adler" in Eriskirch.
Der Landtagskandidat Karl King und die Zweitkandidatin Ruth Bärenweiler (beide aus Friedrichshafen-Kluftern) verdeutlichten anhand von Beispielen - wie die Verschmutzung des Trinkwassers und der Abbau der Ozonschicht - welch große Probleme wir künftigen Generationen durch unser heutiges verantwortungsloses Verhalten hinterlassen werden. Die Bewältigung dieser gewaltigen Herausforderungen könne nur gelingen, wenn wir unsere Kinder frühzeitig auf diese Aufgaben vorbereiten. Dazu sei es nötig, den Stellenwert von Erziehung und Bildung in unserer Gesellschaft deutlich anzuheben, die Bildungsschwerpunkte zu verschieben und einen allgemeinen Bewußtseinswandel herbeizuführen. Ökologisches Wissen und ethische Verantwortung seien deshalb als durchgängiger Grundsatz in allen Bildungsinhalten zu verankern und sollten Vorrang vor einer reinen Wissensvermittlung erhalten. Die Antwort auf die Frage "Was leistest Du für die Gesellschaft ?" sollte dann zum Maßstab für die gesellschaftliche Anerkennung werden. Zur Erreichung dieser Erziehungsziele sei für die ÖDP die Förderung von Ehe und Familie von größter Bedeutung, da sich diese beiden Formen von Lebensgemeinschaften als Orte sozialer Geborgenheit bestens bewährt hätten. Dabei solle auch die Rolle der Väter bei der Kindererziehung gestärkt werden, wozu eine Flexibilisierung der Erwerbsarbeit und die Umgestaltung der Siedlungsstruktur notwendig sei. Zur Betreuung von Säuglingen und Kleinkindern außerhalb ihrer Familien sollten Tagesmütter sowohl rechtlichals auch finanziell stärker gefördertwerden, Dies entspreche den Bedürfnissen der Kinder aufgrund der familienähnlichen Struktur mehr als der Besuch von Tagesstätten. Die dabei anfallenden Kosten seien deutlich niedriger als die entsprechenden Kosten für Tagesstätten. Die Erziehung von Kindern bedürfe aber nicht nur einer finanziellen Förderung und einer geänderten gesellschaftlichen Umwelt sondern auch einer grundlegenden Vorbereitung der Eltern. Hierzu wäre ein Erziehungsnachweis denkbar,eine Art Führerschein zur Kindererziehung, der den Eltern die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln könnte.