Kreisverband Bodenseekreis

 

+++ Pressebericht vom 24. August1999 +++

ödp sagt der Bürgerinitiative Uferzone Fischbach erneut ihre Unterstützung zu

Auf ihrem letzten Treffen hat sich die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) erneut vorbehaltlos auf die Seite der Bürgerinitiative Uferzone Fischbach gegen das geplante Spaßbad in Friedrichshafen-Fischbach gestellt. Sie wird deshalb diese Bürgerinitiative auch künftig politisch, personell und finanziell unterstützen, so der einstimmige Beschluß der circa zwei Dutzend Mitglieder im Häfler Schloßgarten.

Die Ernsthaftigkeit dieses Beschlusses zeigten die anwesenden Mitglieder durch ihr starkes Interesse an den von der Bürgerinitiative vorbereiteten Protestpostkarten an Ministerpräsident Teufel, die in großer Stückzahl an diesem Abend verteilt wurden mit der Absicht, diese an Verwandte, Freunde und Bekannte weiterzuverteilen. Darin wird der Ministerpräsident aufgefordert, sich für den Schutz des durch dieses Projekt bedrohten Fischbacher See- und Freibades einzusetzen. Diese Aktion ist nach Auffassung der ödp und der ebenfalls zahlreich anwesenden unabhängigen Kandidaten auf der Kommunalwahlliste "ödp und Unabhängige" notwendig geworden, nachdem von den unteren Naturschutzbehörden im Landratsamt bisher wenig Resonanz auf die zahlreich vorgetragenen Bedenken erkennbar wurde. Auch die ödp-Anfrage von Mitte Juli zu diesem Thema war für die ödp nicht zufriedenstellend beantwortet worden. Unter anderem hatte die ödp darin Auskunft über Überlegungen zu den gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen für die Zerstörung dieses an sich unersetzlichen wertvollen Stücks naturnaher Erholungslandschaft am Bodensee gefordert. Als Antwort darauf war lediglich zu vernehmen: "Seitens der unteren Naturschutzbehörde wurden Möglichkeiten für Ausgleichsmaßnahmen in allgemein gehaltener Form aufgezeigt. Letztlich ist es jedoch im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens Aufgabe des Grünplaners, sich mit der Frage des Ausgleichs auseinanderzusetzen."


Wenn Ministerpräsident Teufel tatsächlich, wie immer behauptet, ein Freund der Bodenseelandschaft ist, so die Hoffnung nicht nur der ödp, wird er dieser geplanten weiteren Zerstörung der Bodenseelandschaft durch einen überdimensionierten Hotelkomplex mit 150 Betten und angeschlossenem Spaßbad für zahlungskräftige Kunden nicht tatenlos zusehen und sein politisches Gewicht für den Erhalt dieses unersetzlichen Stücks Natur einsetzen.