Kreisverband Bodenseekreis

 

+++ Pressebericht vom 25. September 1999 +++

ödp-Kandidaten stellten sich vor

Nicht warten, bis in der großen Bundespolitik die Weichen richtig für die Zukunft gestellt werden, sondern schon heute vor Ort einen Beitrag zur Lösung der aktuellen Probleme leisten - unter diesem Motto treten ödp und Unabhängige bei den Kommunalwahlen am 24. Oktober im Bodenseekreis an. Dies wurde auf der Kandidatenvorstellung für den östlichen Bodenseekreis in Tettnang deutlich.


Handlungsbedarf sehen Josef Bernhard, Gerdi Spengler, Romana Schmitt, Brigitte Oeckl und Waltraud Traub aus dem Wahlkreis 3 (Kressbronn) sowie Karlheinz Adelmann, Antje Bröhl, Wilhelm Amann und Rita Adelmann aus dem Wahlkreis 6 (Tettnang) außer in den klassischen Umweltbereichen wie dem Schutz der Bodenseelandschaft, Verkehrs- und Energiefragen besonders in der Familien-, Jugend- und Gesundheitspolitik. So will sich die eben erst in den Kreistag nachge-rückte Romana Schmitt aus Eriskirch vor allem für den Fortbestand des Tettnanger Krankenhauses einsetzen, das für die Bevölkerung des gesamten östlichen Bodenseekreises eine wichtige Rolle spielt. Unterstützung erhält sie in dieser Frage von der Kreisschatzmeisterin Antje Bröhl aus Tettnang, die als langjährige Mitarbeiterin einer Krankenkasse hier ihre ganze berufliche Erfahrung einbringen kann. Auf ihre Erfahrung als Mutter setzt Gerdi Spengler aus Eriskirch: Die gelernte Lehrerin sieht in einer verfehlten Familien- und Jugendpolitik eine wichtige Ursache vieler unserer heutigen gesellschaftlichen Probleme und will sich deshalb im Kreistag schwerpunktmäßig im Bereich Familien- und Jugendpolitik einsetzen. Hier fordert die ödp in ihrem Programm die Einstellung einer Familienbeauftragten und die Erstellung eines regelmäßigen Familienberichts mit dem Ziel eines kommunalen Familienförderprogramms. Für Gerdi Spengler geht eine familien- und jugendfreundliche Politik jedoch weit darüber hinaus bis hin zur klassischen Umweltpolitik: Schließlich ist diese Umwelt ja der Lebensraum unserer Kinder und Enkel", wie sie feststellte. Hier will Brigitte Oeckl aus Langenargen, ebenfalls Mutter zweier Kinder, ihre Schwerpunkte setzen. Sie kritisiert besonders die fortlaufende Vernichtung von Landschaftsschutzgebieten, wie jetzt wieder im Zusammenhang mit dem von der Stadt Friedrichshafen geplanten Thermalbad im Fischbacher Landschaftsschutzgebiet und will sich stattdessen für die Ausweisung neuer Schutzgebiete einsetzen. Der Schutz der Bodenseelandschaft und besonders des empfindlichen Uferbereichs ist ebenfalls das Hauptanliegen von Waltraud Traub aus Eriskirch, die sich neben ihrem politischen Engagement noch sehr stark im kirchlichen Bereich beteiligt und hieraus auch ihre Motivation für die Kandidatur zum Kreistag ableitet. Wilhelm Amann aus Tettnang will sich besonders für eine andere Verkehrspolitik einsetzen. Statt in verkehrs- und umweltpolitisch gleichermaßen unsinnige Prestigeprojekte wie die Katamaranverbindung zwischen Friedrichshafen und Konstanz müsse das Geld besser in sinnvollere Vorhaben wie beispielsweise in den Ausbau der Radwege investiert werden. Gemeinsam mit Karlheinz Adelmann aus Tettnang fordert er auch die verstärkte Förderung einer alternativen Energieerzeugung im Bodenseekreis. Hier könnte der Landkreis nach den Vorstellungen von Karlheinz Adelmann etwa mit der Installation von Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden eine Vorreiterrolle einnehmen.