Kreisverband Bodenseekreis

 

+++ Pressebericht vom 28. September 2000 +++

ödp hat ihre Landtagskandidaten gewählt

Annedore Schmid und Sylvia Hiss aus Friedrichshafen treten im März 2001 für die ödp zur Landtagswahl an

Mit Annedore Schmid und Sylvia Hiss aus Friedrichshafen stehen jetzt auch die beiden Kandidaten der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) im Bodenseekreis für die Landtagswahlen im März 2001 fest.

Auf der letzten Kreishauptversammlung im Manzeller Waldhorn wählten die Mitglieder die stellvertretende Kreisvorsitzende und Klufterner Ortschaftsrätin Annedore Schmid einstimmig zur Kandidatin. Ihr zur Seite steht die Häfler Ortsvorsitzende Sylvia Hiss als Ersatzkandidatin, die ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Der ödp-Kreisvorsitzende Roland Kaim bedankte sich bei den beiden für ihre Bereitschaft, sich für diese verantwortungsvolle und auch zeitintensive Aufgabe zur Verfügung zu stellen. Dies zeuge von einer großen Portion Idealismus. Schließlich sei in der ödp mit dieser Kandidatur zur Zeit noch nicht, wie bei den anderen Parteien, die Chance auf eine persönliche Karriere verbunden, da bei dieser Wahl die Fünf-Prozent-Hürde sicherlich noch nicht übersprungen werden könne, wenngleich man dieser Zahl natürlich auch diesmal wieder ein Stück näher rücken wolle. Für die ödp komme es in diesem Wahlkampf vor allem darauf an, ihre langfristig ausgerichteten Ziele und Programme in der Bevölkerung bekannt zu machen und mit einem guten Wahlergebnis den Grundstein für einen späteren Einzug in den Landtag zu legen. Roland Kaim sagte den beiden Kandidatinnen sowohl seine persönliche als auch die volle Unterstützung des gesamten Kreisverbands zu, damit auch diesmal wieder, wie bei fast allen Wahlen in der Vergangenheit, neben einem erhofften Stimmenzuwachs auch wieder ein Zuwachs der Mitgliederzahlen erreicht werden könne.

Die 54-jährige Floristin Annedore Schmid, verheiratet, Mutter dreier erwachsener Kinder, ist vor elf Jahren in die Partei eingetreten. Seit sechs Jahren vertritt sie die ödp im Ortschaftsrat von Friedrichshafen-Kluftern, seit einem Jahr ist sie stellvertretende Kreisvorsitzende. Als praktizierende Christin wünscht sie sich, dass die christliche Werteordnung in der Politik wieder ein größeres Gewicht bekommt. Ihre Kandidatur für die ödp begründet sie mit dem guten ödp-Programm, das sie für das genialste der ganzen Parteienlandschaft" hält. Ihr oberstes Anliegen ist der Einsatz zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen, also Natur- und Landschaftsschutz. Auch die Verankerung des Tierschutzes in der Verfassung liegt ihr am Herzen.

Dringlich ist für Annedore Schmid außerdem eine Wandlung in der Familienpolitik hin zur längst fälligen Anerkennung der Gleichwertigkeit von Erwerbs- und Familienarbeit sowie die Forderung einer vergleichbaren Entlohnung der häuslichen Erziehungsarbeit mit entsprechendem Rentenanspruch. Ziel ist eine Familienpolitik, die Eltern den Freiraum schafft für die Erziehung ihrer Kinder.

Annedore Schmid ist eine entschiedene Gegnerin der Atompolitik in Baden-Württemberg: Es ist für sie ein Gebot der Stunde, eine ernstzunehmende dezentrale und umweltfreundliche Energieversorgung einzuleiten, zumal es bereits sehr gute neue Konzepte und Techniken zur Nutzung von erneuerbaren Energieformen gibt. Vorbildhaft steht dafür für sie die Stadt Freiburg.

Fasziniert ist sie vom Motto der ödp so leben, dass Zukunft bleibt", einem Leitspruch, den auch die Zweitkandidatin Sylvia Hiss als persönliche Lebensgrundlage gewählt hat. Für die Mutter einer sechsjährigen Tochter ist eine langfristig angelegte Politik, welche die Probleme an der Wurzel angeht und auch den nächsten Generationen eine Zukunftsperspektive läßt, allein schon um ihres Kindes willen besonders wichtig. Die 37-jährige kam vor drei Jahren, hauptsächlich aufgrund des familienpolitischen Programms der Partei, in die ödp und ist seit Anfang letzten Jahres Vorsitzende des ödp-Ortsverbands Friedrichshafen.