Kreisverband Bodenseekreis

 

+++ Pressebericht vom 18. August 2017 +++

Nachhaltigkeit - ein Beitrag zum Frieden - fair und ökologisch konsumieren

ÖDP informiert über eine nachhaltige Konsum- und Wirtschadtsweise

"Nachhaltigkeit - ein Beitrag zum Frieden - fair und ökologisch konsumieren" - zu diesem Thema hatte der Kreisverband der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) ins Graf-Zeppelin-Haus nach Friedrichshafen eingeladen. Und der Referent des Abends, Lars Beer, gab den interessierten Gästen dann auch reichlich Informationen und zahlreiche Tipps, wie jeder einzelne durch sein Verhalten in diesem Sinne einen Beitrag leisten kann.


Der Referent Lars Beer

Auf dem Bild sind von links nach rechts: Lars Beer, Sylvia Hiß-Petrowitz und Annedore Schmid

Der einzelne ist nicht so machtlos, wie viele glauben, so Beer. Denn "jeder Einkaufszettel ist auch ein Stimmzettel. Die Nachfrage regelt das Angebot." Als konkrete Beispiele für ökologisches und faires Konsumverhalten nannte er etwa die Vermeidung von Müll, das Einkaufen regionaler Produkte oder die Verwertung von Kochresten (eine ausführliche Liste mit "Handlungsempfehlungen zum nachhaltigen Konsum" kann auf der Homepage des Kreisverbandes unter www.oedp-fn.de eingesehen werden). Mit einem Vorschlag dürfte Beer allerdings den Protest so ziemlich aller Politiker der etablierten Parteien auf sich ziehen, steht er doch im Widerspruch zu deren Ziel des ständigen Wirtschaftswachstums: nämlich den Vorschlag, den eigenen Konsum zu reduzieren, die eigene Nachfrage zu senken. Stattdessen setzt Beer auf das gemeinschaftliche Anschaffen von Gütern und das Reparieren von defekten Geräten (anstelle von wegwerfen und neu kaufen) - und auch darauf, dass man doch nicht immer unbedingt "das neueste Handy" haben muss.

Damit ging Beer zum zweiten Teil seines Vortrages über, und hier ist die Politik gefordert. Denn unser jetziges Wirtschaftssystem ist auf ständiges Wirtschaftswachstum angewiesen - das es aber aufgrund endlicher Ressourcen (Rohstoffe, Boden) überhaupt nicht geben kann. Da auch die mit Wirtschaftswachstum verbundenen Hoffnungen auf Angleichung der sozialen Schichten und Steigerung des "Wohlgefühls" der Bevölkerung nicht erfüllt wurden - wie Beer mit ausführlichen statistischen Daten und Ergebnissen repräsentativer Umfragen belegte - plädiert Beer deshalb für einen Umbau unseres Wirtschaftssystems hin zu einer Post-Wachstums-Ökonomie - wie sie die ÖDP schon seit vielen Jahren fordert, aber die etablierten Parteien immer noch ablehnen (aller sachlichen Argumente dafür zum Trotz).

Und damit - so Beer - schließt sich der Kreis: Auch hier ist wieder jeder einzelne gefordert: durch sein Abstimmungsverhalten bei Wahlen. Bei den Bundestagswahlen am 24. September entscheiden die Bürger, in welche Richtung sich die Politik in Deutschland in den nächsten vier Jahren bewegen wird. Die ÖDP ist dazu bereit, die Weichenstellungen auf eine sozial- und umweltverträgliche sowie zukunftsfähige Politik vorzunehmen - gemäß dem aktuellen Slogan der Partei: "Mensch vor Profit". Dafür steht auch die Direktkandidatin der Partei im Wahlkreis Bodensee, Sylvia Hiß-Petrowitz.