Kreisverband Bodenseekreis

 

+++ Pressebericht vom 17. Dezember 2018 +++

Kreisvorstand im Amt bestötigt

Weniger Plastik, ohne weniger Lebensstandard - geht das?

Weniger Plastik, ohne weniger Lebensstandard - geht das? Diese Frage stand bei der letzten Kreisversammlung der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) im zu Ende gehenden Jahr 2018 im Mittelpunkt. Und die Antwort darauf war ein eindeutiges Ja.



Bei den am gleichen Tag durchgeführten Vorstandswahlen gab es keine Veränderung. Vorsitzende bleibt Annedore Schmid, ihre Stellvertreterin Sylvia Hiß-Petrowitz, die Kasse führt Peter Glökler, Schriftführer bleibt Wilhelm Amann und als Beisitzer wurden Gerdi Spengler, Christa Stier de Parra und Karl-Reinhard Krüger bestätigt.

Angesichts sich häufender Meldungen über Plastikmüll im Meer und erschreckender Bilder von daran qualvoll zugrunde gegangenen Meerestieren im Fernsehen hat das Thema Plastikmüll - besonders Plastikverpackung - in letzter Zeit verstärkt an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Bürgern wird klar, dass es ein weiter so nicht geben darf und versuchen, sich umzustellen. Eine davon ist die Tettnangerin Kerstin Mommsen, die bereits im Fernsehen über ihre Erfahrungen darüber berichtet hat und auch bereit war, auf einer ÖDP-Versammlung ihre Erfahrung dazu weiterzugeben. Ihre Erfahrung deckt sich mit den Erfahrungen der ÖDP-Mitglieder: Es ist wirklich nicht einfach, unverpackte (oder in Papier verpackte) Waren zu kaufen in einer Zeit, in der selbst Biogemüse in Plastik verpackt ist - aber es geht. Mittlerweile bieten selbst Supermärkte im Bereich Obst/Gemüse ein wachsendes Sortiment offener, also unverpackter Ware an. Und in Metzgereien und Bäckereien, auf Wochenmärkten und in Hofläden trifft heute niemand mehr auf Unverständnis, wenn er die gekaufte Ware im mitgebrachten Beutel oder einer Tupperschüssel einpackt - man muss nur danach fragen. Auch wer z.B. Kosmetikprodukte ohne Plastikverpackung kaufen will, wird heute schon im Bodenseekreis fündig - Adressen finden sich über Google. Ein Tipp von Frau Mommsen: Hilfe bieten auch zahlreiche Apps fürs Smartphone, etwa Codecheck.

Alle Anwesenden waren sich einig: „Es geht nicht anders“ ist vielfach nur eine Ausrede. Wer wirklich will, hat viele Möglichkeiten, sein Verhalten zu ändern. Auch „es ist zu teuer“ trifft nur in Einzelfällen zu. Jeder kann (und sollte) im eigenen Haushalt damit anfangen und damit ein Stück weit zu Verbesserung beitragen - auch als Vorbild. Und jeder trägt Verantwortung!