Kreisverband Bodenseekreis

 

+++ Leserbrief vom 20. November 2012 +++

Zum Leserbief im Südkurier: "Umgang mit Sachen wird besser bezahlt als Umgang mit Menschen"

Kaum Geld für Pflege und Erziehung

Der Umgang mit Menschen(Alten, Kranken, Kindern) wird immer viel schlechter bezahlt als der Umgang mit Sachen im Beruf! Ob Altenpflege oder Erziehung der Kleinsten(1-3J.) - es gibt keine geld-werte Anerkennung. Das Prestige in der Gesellschaft steigt allmählich, nicht aber das Gehalt. Daher arbeiten auch so unglaublich wenige Männer in den menschen-zugewandten Berufen! Pflege und Erziehung ist nicht nur eine Dienst-Leistung wie Laub-Blasen, Fensterputzen, Taxifahren, Haareschneiden oder Regale einräumen...-also ähnlich mies bezahlte Berufe.

Sie ist unverzichtbar und unersetzbar, denn diese Menschen leisten  das Lebensnotwendige für die ganze Gesellschaft, auch für all die Kinderlosen, Freizeitbetonten und solche, die ohne demente und schwerkranke Angehörige sind. Die Löhne müßten gemessen an der großen Leistung erhöht werden. Eine Revolution! Noch ein Rechen-Exempel zu Müttern, die "diese Arbeit" daheim unentgeltlich verrichten: Eine Mutter, die ihr Kleinkind bis 3 Jahre selbst betreut, soll bald 150 € bekommen. Ein Kita-Platz aber kostet dem Staat fast 10x so viel: 1000 €/Monat. Das wären bei jährlich 1,5 Mio Kinder unter 3 ein Kostenfaktor von 16,8 Milliarden €...Würden alle (!) Mütter ihre Kinder allein betreuen ab 2013, würde das den Staat nur 2,5 Milliarden kosten. Jede Mama erspart künftig dem Staatshaushalt 10.000 € jedes Jahr, oder 14,3 Mrd.! Was nur zum Nachrechnen sein soll für die die sagen, Betreuungsgeld sei "zu teuer". Und natürlich brauchen wir dringend Kitas, klar. Aber das Selbstbetreuen wäre eigentlich auch 1000 € wert...

Gerdi Spengler
Mariabrunnstr. 59/1
88097 Eriskirch-Mariabrunn
Im Vorstand des ÖDP-Kreisverbands Bodensee}