Kreisverband Bodenseekreis

 

+++ Leserbrief vom 6. Februar 2013 +++

zur Diskussion über Familienförderung

Kinder sind die beste Wertschöpfung

Die Medien brüllen allerorten: Der Staat gibt zu viel Geld aus für Familienförderung. Was für ein Unsinn- finanziell! Das unabhängige ifo-Institut hat errechnet, dass die Lebensbilanz eines Kindes dem Staat 77.000 € Überschuß beschert!! Zwar ist es beleidigend für mich als dreifache Mutter, wenn man das Leben meiner Kinder einer Berechnung ihrer Rentabilität unterzieht, als wären sie ein Wirtschaftsbetrieb mit Gewinn und Verlust. Aber diese Berechnung zeigt auf, dass die vielschichtigen Gelder für Familien keinen Staat "arm machen" (wie z.B. Stuttgart 21 oder der Berliner Großflughafen).

Kinder sind die beste Wertschöpfung, die einem Staat zukommen kann! Aber "so richtig kostbar" werden sie halt erst nach 18-25 Jahren für die Staatsbilanz. Sie werden dringend benötigt in der Wirtschaft und sie zahlen in die Rentenkasse ein- auch für alle Kinderlosen. Wer sie vorher als "Störfaktor" für die Voll-Erwerbsfähigkeit der Mütter (möglichst nach 1 Jahr) weg-organisieren möchte, übersieht, dass sich die Wirtschaft in der BRD außer einigen Betriebskindergärten finanziell herzlich wenig "kümmert" um die Kinder- keinen Cent zahlen sie dafür. Die Kosten tragen 25 Jahre lang vor allem die sich brav einschränkenden Eltern und all die alleinerziehenden tapferen Mütter.

Die größte Armut gibt es derzeit bei Kindern und Jugendlichen. Die nächsten Armen werden die "ehemaligen" Mütter sein, die zeitweise ihre Kinder selbst erzogen haben - sie bekommen später so wenig Rente, dass der Staat sie stützen muss...Falsche Planung auf ganzer Linie.

Gerdi Spengler
Mariabrunnstr. 59/1
88097 Eriskirch
(im Kreisverband ÖDP Bodenseekreis)