Kreisverband Bodenseekreis

 

+++ Leserbrief vom 19. April 2012 +++

Zum Ende des Thermalbadprojekts in Friedrichshafen Fischbach

Endlich Schluß mit (Alb-)Träumen und Hinhalten

Nach langen 13 Jahren des Gezerres um das von einem zahlungsunfähigen Schweizer Investor Eicher geplanten Thermal-Wellness-Bad ist endlich Schluß mit (Alb-)Träumen und Hinhalten: Gestern hat der Stadtrat von Friedrichshafen endlich den Schlußpunkt gesetzt:

Kein Thermalbad mit 2 Riesenhotels für Wellness am See-Ufer!
Der Seezugang und Baden im See bleibt erhalten.
Der Spazierweg direkt am See auch.
Die Anwohner behalten die Seesicht.
Das Verkehrschaos ist vermieden.
Die Ökologen freuen sich übers geschonte Ufer.

Die Bevölkerung ist erleichtert. Wer über 13 Jahre diese nötigen 42 Millionen nicht nachweisen kann, soll auch nicht länger hofiert werden mit Fristverlängerungen ohne Ende. Schnauze voll - der OB sprach ein Machtwort. Der Gerichtsprozess wird zu überstehen sein. Freilich geht ein von Luigi Colani grandios gezeichnetes Bad der Extraklasse(architektonisch gesehen) verloren. Aber das erbohrte, leider zu "kalte" Thermalwasser kann ja nun auch in einem kleiner geplanten Freibad mitgenutzt werden. Die Architekten der Region werden ihre Schubladen aufmachen und sicher ein naturverträgliches Konzept vorlegen können. Häfler Architekt Wundt kann nicht nur in Titisee ein Bad bauen, dort mit 100 echten Palmen und Sandstrand...Die brauchen wir hier nicht, wir haben den herrlichen Bodensee vor der Nase. Aber seiner Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt nach all dem Geplänkel von Eicher.


Gerdi Spengler
Eriskirch-Mariabrunnstr.59/1,
ÖDP- KV Bodensee