Kreisverband Bodenseekreis

 

+++ Leserbrief vom 21. Juni 2002 +++

zur Diskussion über eine stärkere Familienförderung

Kinderbetreuung durch Dritte?

"Zurück in den Beruf": Immer wird nur gefragt, ob die Mütter erwerbstätig sein wollen.

Aber wer fragt die Kinder?
Hat mal ein Politiker die Kinder gefragt, ob sie es auch möchten, dass beide Eltern möglichst nie da sind? Ob sie es wollen, dass Mütter möglichst wenig Zeit mit der Kindererziehung "verlieren"? Ob sie es wünschen, dass ihre Mamas die zeitaufwendigen Knirpse (0-3) in die öffentliche Kinderbetreuung (Krippe, Kindergarten, Schule, Ganztagsschule) abgeben? Halbtags wollen die Kids das vielleicht, aber Babys ab früh 6 Uhr? Und 6-jährige ganztags in die Schule?

Was will z.Zt. jede Partei im Wahlkampf?
Die Abwesenheit der Eltern von ihren Kindern fördern! Mit sehr viel Geld wird geklotzt, damit die Kinder wegbleiben von daheim, weg von Mama, Papa und Geschwistern. Aus ist's mit Familie!
Eltern, die tatsächlich ihre eigenen Kinder selber erziehen und betreuen, schauen in die Röhre. Denn nur, wer fremde Kinder betreut, ist erwerbstätig, nur dann bekommt man dafür Gehalt. Wieso bekommt eine Mutter, die eigene Kinder betreut, keins? Macht sie nicht dieselbe Arbeit - und vorbildlich? Sollte diese Arbeit "weniger wert" sein für die Gesellschaft?


Die Mama müsste die Kinder der Freundin / Kollegin hüten, das nur gibt Geld- und Rentenanspruch ...

 

Gerdi Spengler
ödp-Kreisverband Bodenseekreis
15 Jahre Lehrerin (HS)
danach 3 Kinder