Kreisverband Bodenseekreis

 

+++ Pressebericht vom 23. Juni 2002 +++

ödp fordert faire Chancen bei Podiumsdiskussionen

Sylvia Hiß: nur Podiumdiskussionen mit allen Kandidaten bieten objektive Grundlage für die Wahlentscheidung der Bürger!

"Sind die Häfler Jugendlichen - anders als Jugendliche aus Ravensburg / Weingarten - nicht reif genug, sich selbst eine eigene politische Meinung zu bilden, so dass andere stellvertretend für sie schon eine Vorauswahl treffen und Informationen vorfiltern müssen?" So könnte man nach Auffassung der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) die Entscheidung der Verantwortlichen interpretieren, zu einer Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidaten aus dem Wahlkreis in einer Friedrichshafener Schule, dem Graf-Zeppelin-Gymnasium, die ödp-Vertreterin Sylvia Hiß nicht einzuladen, im Gegensatz zu einer Veranstaltung des Katholischen Jugendreferats Weingarten, einen Tag später.

Wenn zu einer Wahl fünf Kandidaten antreten, und man lädt davon nur vier zu einer Podiumsdiskussion ein, gibt also einem von ihnen keine Chance, seine Positionen zu vertreten, so ist dies nach Auffassung der ödp jedenfalls kein gutes Beispiel von "praktizierter und erlebter Demokratie", wie der Schulleiter Dr. Dieter Frey diese Veranstaltung genannt hatte. Ob dahinter böse Absicht steckt, oder einfach nur Nachlässigkeit, vielleicht auch fehlende Information darüber, wer zu dieser Wahl antritt, darüber will die ödp nicht spekulieren. Fest steht für Sylvia Hiß allerdings, dass durch diese Entscheidung die Veranstaltung den eigentlichen Sinn einer Podiumsdiskussion, nämlich eine Vergleichsmöglichkeit aller Alternativen zu geben und damit eine objektive, sachliche Grundlage für die persönliche Wahlentscheidung zu liefern, nicht erfüllt hat, ja nicht erfüllen konnte. Jede Vorenthaltung und Vorauswahl von Informationen im Vorfeld ist ein Schritt weg von Information hin zu Manipulation.

Leidtragende davon sind damit nicht nur die kleinen Parteien, in diesem Fall die ödp, sondern besonders auch die Besucher einer solchen Veranstaltung, die eine umfassende und objektive Information erwarten können, und letztlich alle Zeitungsleser, die am anderen Tag in der Presse ebenfalls nur unvollständig informiert werden. Dieses Verhalten ist bedauerlich gerade auch im Hinblick auf die Erstwähler.

Die ödp wünscht sich für die Zukunft wieder mehr politische Kultur und hofft, dass dieses schlechte Beispiel nicht Schule macht und künftig auch die Einwohner des Bodenseekreises wieder umfassende und objektive Informationen erhalten - zum Wohle der Demokratie und damit zum Wohle aller.